Martin Rodeck, Geschäftsführer OVG Real Estate in Deutschland, moderiert den ersten ZIA Innovation Day

Über 300 Vertreter von klassischen Immobilienunternehmen und PropTechs diskutierten beim ersten Innovation Day im Rahmen des Innovationskongresses des Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) am 18. November 2016 in Berlin über Innovationspotentiale und -chancen der Branche. Durch das Programm führten Martin Rodeck, Geschäftsführer OVG Real Estate in Deutschland und Innovationsbeauftragter des ZIA und Alexander Ubach-Utermöhl, Vorstandsvorsitzender der German PropTech Initiative.

Die deutsche Immobilienbranche steht im Ruf, nicht sonderlich innovationsfreudig zu sein. Beim ZIA Innovation Day auf dem Berliner EUREF-Campus jedoch zeigten sich die Vertreter der Unternehmen höchst interessiert. Das lag nicht zuletzt an den Elevator-Pitches, bei denen PropTech-Start-ups in jeweils zwei Minuten ihre neuartigen Geschäftsmodelle präsentieren konnten. Aber auch die Impulsvorträge von Mitgliedern des Rats der Immobilienweisen und die anschließenden Podiumsgespräche zu den Segmenten Retail, Office, Residential und Hotel sorgten für viel Diskussionsstoff.

Weitgehend einig waren sich die Diskutanten darin, dass Coworking-Modelle in der modernen Arbeitswelt immer wichtiger werden, nicht zuletzt für „atmende“ Unternehmen (also solche mit wechselndem Flächenbedarf), wie Brigitte Walter, Vorstand Real IS AG, betonte. Auch die Sinnhaftigkeit von Building Information Modeling (BIM) wird in der Branche kaum noch infrage gestellt. Trotzdem gibt es selbst in diesem Bereich noch viel zu tun. Darauf verwies u.a. Thomas Jarzombek, Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Digitale Agenda. Er wünschte sich etwa, dass Bundesausschreibungen künftig an den Einsatz von BIM gebunden würden und Deutschland sich zu einer „Smart Nation“ entwickelt.

Im Abschluss-Panel mahnte Martin Rodeck noch einmal zu mehr grundsätzlicher Innovationsbereitschaft in Deutschland: „Die OVG hat in den Niederlanden viele Innovationen mit überschaubarem Investment direkt am Bau getestet - wie beispielsweise aktuell die photovoltaische Aktivierung der kompletten Fassade. In Deutschland würde man erst mal ein Patent anmelden und dann – dauert es.“